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Dr. Hansjörg Unterlechner - meinem Lieblingsgaleristen - zum 75er! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Güni Noggler   
Donnerstag, den 19. September 2019 um 16:08 Uhr

Mit gar nicht so vielen Menschen vermag man Debatten voll hintergründigem Humor zu den ernstesten und manchmal auch philosophischen Fragen des Lebens zu führen. Es bedarf hier eines gegenseitgen Verständnisses des Wortwitzes und dem Ausgraben der zwischen den zeilen liegenden Aussagen. Offensichtlich ein Heimspiel für einen promovierten Archäologen wie Hansjörg Unterlechner (übrigens: mein Lieblingsgalerist!)! Leider war ich einerseits bei seiner Feier zum 75. Geburtstag nicht im Lande und hatte so andererseits die nötige Zeit an seinem Geschenk zu arbeiten: Titel: "Der wirkliche Draht nach oben" - Arbeitstitel: "Tiroler Sat-Schüssel", oder "Hergottswinkel 2.0" (wobei hier 3SAT dann für die Dreifaltigkeit steht ...). Die Darstellung beinhaltet eine Vorlage nach Fritz Kruspersky, von mir frei zu einer "Schwazer Satschüssel" interpretiert. Untergrund: Satschüssel, Acryl, matt fixiert, Kerzenhalterung: Fichtenholz mit Metall. Lieber Hansjörg - ich wünsche dir das beste vom Besten! Alles Gute!

 

Hier ein paar Bilder zur Entstehung und Geschenksübergabe:

 

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Lesung am Volksstimmefest 2019 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Güni Noggler   
Freitag, den 06. September 2019 um 12:14 Uhr

Lesung am Volksstimmefest 2019

 

Hier mein Beitrag zum Thema: "Der Wert der Worte"

 

Der Wert der Worte

 

Vorschriftsmäßig blinkend, aber ein wenig zu schnell, bog Herbert Ka aus dem Kreisverkehr. Die Reifen quietschten quälend, als sich der Range Rover bei der Ausfahrt in Richtung Südautobahn mächtig zur Seite neigte und, wie ihm ein kurzer Blick in den Rückspiegel zeigte, der Pferdetransporter schlingernd und schaukelnd gerade noch die Kurve nahm, ohne aus der Anhängerkupplung zu springen. Puhh! Das war noch einmal gut gegangen! Nervös wischte sich Herbert Ka die Stirn, zwinkerte ein paarmal erleichtert hinter seiner Brille und umschloss dann erneut mit festem Druck das Lenkrad. Eine Spende eines Gönners. Adelig. Blaublütiger Burschenschafter. Der hatte ein Pferd zu viel. Was soll´s. In Wahlkampfzeiten gilt es ein freundliches Gesicht zu machen. „Für unsere berittene Exekutive!“. Lächelnd hatte er sich bei der Übergabe neben das Pferd gestellt, dessen Hals getätschelt und den Blick des Fotografen gesucht. Einige Schnappschüsse. Klick. Und ab in die sozialen Medien. Was sollte er mit diesem Gaul? Vielleicht, wenn er in drei, vier Monaten wieder Minister wäre, bei der Polizei unterstellen? Oder Leberkäse – Herbert Ka schmunzelte. Gut, dass diesen Gedanken niemand filmen konnte! Andererseits war dieses Pferd, das er seit dem heutigen Vormittag mit sich herumkutschierte in jedem Ort, bei jeder Wahlveranstaltung der absolute Renner gewesen. In der Bezirkshauptstadt hatten die Funktionäre den Hänger umgehend mit dem Parteilogo beklebt. Einer hatte sogar die Idee oben am Dach ein Blaulicht zu montieren. Besoffene Geschichte. Aber die Lokalblätter und die privaten Fernsehsender konnten nicht genug bekommen: Herbert Ka, der ehemalige Minister und sein Pferd! Ein dankbarer Aufhänger. Und gleich in die Vollen. Ohne Geplänkel, ohne Aufwärmen: In Zeiten wie diesen sorgen nur wir für Sicherheit und Ordnung! Wer nichts zu verbergen hat, braucht auch nichts zu fürchten! Fair. Sozial. Heimattreu. „Wir sind alle eine Familie!“. Prost! Mahlzeit! Und jetzt erst recht! Ein Schnapserl, ein Humpen lauwarmes Bier, schunkeln, Selfies, 20 Minuten auf der Rednerbühne. Gejohle. Applaus. Autogramme. Und weiter geht´s. Kampf. Wahlkampf. Wollt ihr den totalen Wahlkampf? Das Recht hat sich der Politik zu beugen, die Menschenrechte sind semantische Makulatur, der Klimawandel die billige Ausrede einer behinderten Schulschwänzerin! Wer hat uns nach 1945 geholfen? Es sind nie die besten die ihre Heimat verlassen – das hat schon der Haider gesagt.

 

Nach der letzten Wahlveranstaltung, der fünften an diesem Tag. hat Herbert Ka seinen Chauffeur nach Hause geschickt. Er wollte selber fahren. Sich dabei entspannen. Am Anfang waren das Lenken und Bremsen mit dem Anhänger ungewohnt. Beim Beschleunigen merkte man fast nichts. Der kräftige Motor des Range Rovers reagierte herrlich schnurrend bei jedem Tritt aufs Gaspedal. Herbert Ka fuhr die zweispurige Ausfallstraße entlang. Links ein Lidl, ein Hofer, eine Industriebrache, rechts vorne, nach der ÖMV Tankstelle, ein OBI, dazwischen ein paar lokale Betriebsansiedlungen. Vorortcharakter. Leichter Nachfeierabendverkehr. Das Ortsschild mit „Auf Wiedersehen!“ huschte rechts vorbei. 70! Auf einer derart schnurgeraden, doppelspurigen Straße! Wofür bitte? Als Einschränkung der Eigenverantwortung? Nicht mehr in Lokalen rauchen, auf der Autobahn 130 – na ja, zumindest bis vor kurzem – was darf denn ein Mann heutzutage noch? Irgendwann normiert die EU noch den Stuhlgang eines jeden einzelnen! Verdammt!

 

Leicht verärgert stieg Herbert Ka aufs Gas. Freie Fahrt für freie Männer! Vor ihm der Highway. Doppelspurig. Autolos!

Die Gerüchte rankten rascher als der Notarzt samt Polizei den Unfallort erreichte. „Das war der Mossad!“, „Wie beim Haider!“, „Ein Attentat!“. Auf einer Länge von knapp vierzig Metern hatte der Range Rover den doppelten Maschendrahtzaun samt drei Meter hohen Zaunpfählen niedergemäht. Der Wagen überschlug sich mehrmals und blieb arg deformiert auf der rechten Seite liegen. Der Pferdetransporter musste sich – wie die spätere Analyse des Unfallherganges ergab – bereits vom Range Rover gelöst haben, als dieser von der Fahrbahn abkam und über das Bankett und die leichte Böschung längsseitig in den Zaun raste. Der Pferdetransporter lag in einem Gewirr aus Draht und Pfosten im ersten Drittel der Schneise, aber das Pferd hat Dank des raschen und beherzten Eingreifens zweier syrischer Männer unverletzt überlebt. Es gelang ihnen zum ängstlich wiehernden und im Transporter eingeklemmten Pferd vorzudringen und dieses unter Zuhilfenahme von herumliegenden Zaunpfählen aus dem Hänger zu befreien, zu beruhigen und hinüber zum Rasenplatz, gleich neben dem Eingang ins Flüchtlingslager, zu bringen. Als Dr. Yussuf Kurdoglu-Obermeier mit seinem Notarztteam am Unfallort eintraf, hatten zwei nigerianische Frauen und ein Mann aus Afghanistan Herbert Ka bereits aus dem Autowrack gezogen und mit den Erste-Hilfe-Maßnahmen begonnen. Wie Dr. Kurdoglu-Obermeier später auf der Pressekonferenz erklärte, rettete diese Vorgehensweise Herbert Ka das Leben. Herbert Ka befinde sich zurzeit in künstlichem Tiefschlaf, ergänzte der Neurologe Pjotr Michailovich vom AKH Wien. Die nächsten drei Tage seien kritisch und man könne aufgrund der schweren inneren Verletzungen noch keine Entwarnung geben.

 

14 Tage verbrachte Herbert Ka auf der Intensivstation. Um Infektionen vorzubeugen durfte ihn einzig seine Ehefrau besuchen, die mit tränenfeuchten Augen der Presse mitteilte, dass ihr Mann rund um die Uhr von Prof. Michailovich und dem Intensivpflegepersonal unter der Leitung von Dipl. Sr. Armira Palawan perfekt betreut würde. Nach der Verlegung auf die Normalstation stand Herbert Ka ein steiniger Genesungsweg bevor. Anfänglich noch halbseitig gelähmt und sprechunfähig schaffte er es Dank der geduldigen und professionellen Physiotherapie von Frau Dragana Albani und Herrn Ekrem Halil am Ende des zweiten Monats mit Hilfe eines Rollators auf die zimmereigene Toilette zu gehen. Nur das Sprechen wollte sich nicht einstellen, auch wenn das Personal im mittlerweile vertrauten Lallen den einen oder anderen Sinn zu verstehen meinte, so ist es letztendlich das Verdienst der Logopädin Frau Emilia Bolivera, dass Herbert Ka eines Tages endlich sein erstes normales Wort sagen konnte: „Danke.“


Fotos von Alfred Nagl

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Berge in Worten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Güni Noggler   
Montag, den 10. Juni 2019 um 08:49 Uhr

Berge in Worten

 

Der Kulturverein KUBATUR in Kastelruth hat eine Ausstellung zum Thema "Berge" initiiert, bei der nicht das Bild als Medium gewählt wurde, sondern ausschließlich die Sprache. Zehn Beiträge wurden ausgewählt, auf großformatige Platten gedruckt und in den Räumlichkeiten insatalliert. Beeindruckend war bereits bei der Eröffnung, dass tatsächlich gelesen wurde, noch dazu aus/in einer "fremden Perspektive" - nämlich im Stehen und in - fast schon montan anmutendem - senkrecht aufragendem Text. Fotos: Karin Schmuck und Verito Griessmair.

 

           kubatur - kastelruth; Veronika Oberbichler und ich   alt   alt   alt   alt

 

 
ausgekocht - radio von und mit güni noggler PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Güni Noggler   
Montag, den 26. November 2018 um 10:44 Uhr

AUSGEKOCHT -das Kochradio für Genießerinnen und Genießer, von und mit Güni Noggler - eventuell mit satirischen Zutaten?!
Er begrüßt dabei die Köchinnen verschiedenster Persönlichkeiten und Unpersönlichkeiten, empfängt Telefongäste und tauscht Rezepte aus.
Sendung vom Sonntag 25. November 2018, 09:00 bis 09:30, auf FREIRAD Tirol, Freies Rado Innsbruck http://www.freirad.at/! Zu Gast Frau Agnes Schurch, die Köchin von Alice Schwarzer. Hier nun zum NACHHÖREN! Viel Vergnügen!

Die anderen Sendungen finden Sie hier

 
Die Arteologie Tirols - Habilitationsschrift von Dr. Arkadasch Dag PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Güni Noggler   
Donnerstag, den 18. Mai 2017 um 16:44 Uhr

Voller Freude hat mir mein langjähriger Freund Dr. Arkadasch Dag seine Habilitationsschrift "DIE ARTEOLOGIE TIROLS" überreicht!

 

Dr. Arkadasch Dag wurde in den 50er Jahren in der Türkei geboren. Sein Vater war Angestellter in einem örtlichen Hospital und seine Mutter Hausfrau. Nach dem Besuch der Grundschule stellte sich bereits im Gymnasium sein Interesse für Kunst und Archäologie heraus: so besuchte er regelmäßig Ausstellungen lokaler, nationaler und internationaler KünstlerInnen und unternahm mit seiner Familie immer wieder Ausflüge zu einer der zahlreichen archäologischen Stätten im näheren und weiteren Umfeld. Nach seiner Reifeprüfung studierte Arkadasch Dag in Wien Archäologie und Kunstgeschichte. Bereits während seines Studiums pflegte er einen intensiven Kontakt zur im Jahre 1978 gegeründeten "Freien Universität Izmir" und erhielt nach seiner Promotion im Jahre 1980 seinen ersten Lehrauftrag im neugegründeten Studienzweig für Arteologie. Systematisch entwickelte Dr. Arkadasch Dag  diesen Studienzweig weiter, bis sich bereits 1982 daraus eine eigene Studienrichtung etablierte - mit zahlreichen interdisziplinären und internationalen Vernetzungen.

In den Folgejahren - und nicht zuletzt Dank der erfolgreichen arteologischen Expeditionen im Raum Nordtirol (Österreich) - erwarb sich Dr. Arkadassch Dag zu Recht den Ruf als "der Experte" auf dem Gebiet der Arteologie.

Den vorläufigen Höhepunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit bildet seine nunmehr in Buchform vorliegende  Habilitationschrift zum ordentlichen Hochschulprofessor für Arteologie an der "Freien Universität Izmir".

 

Die Habilitationsschrift kann ab sofort per Email (siehe Kiontakt) oder unter g.noggler@aon.at bei mir bestellt werden. Hardcover, fadengebunden, Lesebändchen, 36 Abbildungen s/w, 462 Seiten. Preis: 40,00 Euro plus Versand.

 

    alt   alt      Dr. habil. Arkadasch Dag

 

 
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