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Einreichung: Kunstprojekt Bühnenrückwand Stadtsaal Schwaz Drucken E-Mail

Kunstprojekt Bühnenrückwand Stadtssal Schwaz

 

Vom Stadtssalmerketing wurde international die Gestaltung der Bühnenrückwand ausgeschrieben.

Hier meine Einreichung vom 1. Dezember 2011:

 

 

Kunstprojekt Bühnenrückwand Stadtsaal

An:

Stadtmarketing und Saalmanagement Schwaz GmbH (SMS)

Franz-Josef-Straße 2

6130 Schwaz

 

Einreicher:

Güni Noggler

Freundsberg 10a

6130 Schwaz

Mail: g.noggler@aon.at

www.güni-noggler.com

Tel.: +43 (0) 5242 74 168

 

 

 

BETONGOTIK

 

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  1. Darstellung meines Kunstprojekts „BETONGOTIK“ (© Güni Noggler)

 

Plan der mobilen Trennwand, Stadtsaal- Bühnentrennwand (geschlossener Zustand) mit aufprojiziertem Schriftzug BETONGOTIK.

Die flexible, künstlerische Weitergestaltung ist wesentlicher Teil meines Kunstprojekts BETONGOTIK (siehe Punkt 2.2).

 

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2. Projektbeschreibung

 

 

2.1 Beschreibung

Meine Bühnenwandgestaltung BETONGOTIK vereint in sich die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten der Virtualität und entspricht somit dem gegenwärtigen Lebensstil und Lebensgefühl, insbesondere der jungen und junggebliebenen Menschen. Die in weiterer Folge genau beschriebene, flexible, künstlerische Weiterentwicklung ist zwingender Teil dieser Einreichung.

Das Wort BETONGOTIK wird mit Beamern auf die in Weiß gehaltene Sperrholzvertäfelung der Bühnenwand projiziert (siehe Abbildung 1). Der Querstrich im „B“ liegt dabei auf der oberen Achse des Goldenen Schnitts (horizontal). Die genauen Maße sind der Abbildung 1 zu entnehmen.

Die reine, weiße Bühnenwand mit dem schlichten, in Schwarz gehaltenen Schriftzug BETONGOTIK bildet dabei eine enorm starke optische Erweiterung zum etablissementhaften, farblichen Charakter des Stadtsaals und schafft in seiner Klarheit ein kontrastierendes, flächiges und beruhigendes Gegengewicht zur verornamentalisierten Grundröte der Saalgestaltung.

Für Besucher die via Autobahn aus Richtung Innsbruck kommen bietet die „Skyline“ von Schwaz folgendes Bild: ein langer, betonener Baukörper der Gegenwart, der im Hintergrund durch die größte gotische Hallenkirche Tirols kontrastiert wird.

Zudem beinhaltet das Wort BETONGOTIK in sich eine Dualität die wie selbst­verständlich zu weiteren Gedankenbildern/Gedankenpaaren führt/führen kann/führen wird:

                                        BETON         GOTIK

                              Konsumtempel         Stadtpfarrkirche

                                   Architektur         Baukunst

                                           Kunst         Künstlichkeit

                                          Schrift         Bild

                             Kaiser Maximilian         Hans Lintner

                                      Berghöfe         Berghofer

                                       Tradition         Modernität

                                           Tabak         Fabrik

                                             usw.


 

2.2. Die eingeplante Flexibilität des Kunstwerks BETONGOTIK

 

2.2.1. Mein Kunstwerk BETONGOTIK, das mit Beamern auf die Bühnenwand projiziert wird, kann und soll für spezielle Veranstaltungen „ausgeblendet“ werden und Raum für spezifische, kommerzielle Verwendungen bieten. So können die Beamer mit Bildern, Präsentationen, Logos, Grafiken etc. bestückt werden, die dann für die jeweiligen Veranstaltungen (Kongresse, Schulungen, Vorträge, Diskussionen usw.) auf die Bühnenwand übertragen werden. Dazu ist von den jeweiligen Verwendern (Saalmietern) ein Extrahonorar in Höhe von Euro 200,00 (brutto, wertgebunden per 1. Juli 2012) zu entrichten. Dieses Geld ist auf ein eigens einzurichtendes Konto einzuzahlen, das ausschließlich für folgende Verwendungen zur Verfügung steht:

a)Künstlerhonorar für weitere virtuelle Bühnenwandbilder

b)Instandhaltungskosten und Reparaturkosten der Beameranlage

 

2.2.2. Bei Beauftragung zu meinem Kunstwerk BETONGOTIK werde ich nach Abzug der Gestehungskosten und dem Einbehalt des Künstlerhonorars von Euro 3.000,00 das restliche, auf die ausgelobten Euro 50.000,00, verbleibende Geld auf oben genanntes Konto einbezahlen. Einzig der Kulturausschuss der Stadt Schwaz hat auf dieses Konto Zugriff (keine Vetomöglichkeit des Stadt- und/oder Gemeinderats und/oder der/s BürgermeisterIn).

2.2.3. Nach der offiziellen Eröffnung des Stadtsaals bleibt mein Kunstwerk BETONGOTIK bis zum nächsten 1. Jänner, mindestens aber ein halbes Jahr, die einzige künstlerische Gestaltung der Bühnenwand (dies beinhaltet nicht die oben beschriebenen „kommerziellen“ Verwendungen wie Kongresse, Schulun­gen, Vorträge, Diskussionen usw.). In dieser Zeit wird neuerlich vom Kultur­ausschuss ein/e KünstlerIn beauftragt, ein virtuelles Bild für den Bühnenvorhang zu gestalten, welches dann ab dem 1. Jänner des nächsten Jahres für ein halbes Jahr mittels Beamer den Bühnenvorhang gestaltet. Honorar hiefür: Euro 1.000,00 (wertgebunden per 1. Juli 2012); zu bezahlen vom unter Punkt 2.2.1. beschriebenen Konto. Jede/r KünstlerIn darf nur ein einziges Mal mit der Gestaltung der Bühnenrückwand Stadtsaal beauftragt werden (gilt auch für Mitgliedschaft in Gruppen, Kollektiven etc.).

2.2.4. Nach Ablauf dieses halben Jahres wird wieder mein Kunstwerk BETONGOTIK für drei Monate die Bühnenwand gestalten. In dieser Zeit wiederholt sich das unter Punkt 2.2.3. beschriebene Prozedere, so dass nach diesen drei Monaten wiederum eine neue Gestaltung der Bühnenwand virtuell erfolgt. Diese Vorgangsweise (drei Monate mein Kunstwerk BETONGOTIK, dann sechs Monate ein neues, virtuelles Kunstwerk) setzt sich ab nun bis zu einer kompletten Neugestaltung des Stadtsaals fort.

2.2.5. Durch die quasi kommerzielle Zusatznutzung der Bühnenwand erscheint es somit möglich, ohne weitere finanzielle budgetäre Belastungen der Gemein­de, die Bühnenwand immer wieder mit neuer Kunst zu gestalten.


 

2.2.6 Im Laufe der Jahre ergibt sich somit eine künstlerische Chronologie, die einerseits die Vielfalt der künstlerischen Gestaltungen aufzeigt und andererseits ein „politisches Sittenbild“ (welche KünstlerInnen wurden beauftragt; wie steht es um etwaige Zensur; welche „Seilschaften“ kommen zum Zug; wie frei ist die Kunst; welche gesellschaftspolitischen Strömungen sind eventuell heraus zu lesen…) widerspiegelt. Dieser Spannungsbogen ist für mich mit ein wesentlicher und zwingender Teil meines Kunstwerks BETONGOTIK.

 

 

2.3. Materialien, Materialfinish und Gewicht

 

2.3.1. Bühnenwand

Die Bühnenwand wird mit weißer Farbe (STO, Sto Color Top, Weiß) zwei Mal gestrichen

2.3.2. Beamer

Gewicht ca. 11 kg pro Beamer plus Anschlagmaterial und Trussing

Die Beamer werden traversierend an der Saaldecke installiert. Gewicht der Traversierung materialabhängig (jedoch unter 150 kg).

 

 

2.3.3. Zubehör

Laptop mit entsprechender Software für die Steuerung und Aktivierung der Beamer

Einschulung des technischen Personals des Stadtsaals durch die installierende Firma

Konto: Eröffnung zu den unter Punkt 2.2.1. genannten Bedingungen durch den Kulturausschuss der Stadt Schwaz

 

3. Realisierungsplan

 

Mit der Vertragsunterzeichnung zu meinem Kunstwerk BETONGOTIK werden die notwendigen Arbeiten an der Saaldecke und den Saalwänden (Schächte, Verkabelung…) umgehend (so weit wie möglich noch in der „Rohbauphase“ des Saales) in Angriff genommen (Absprachen mit den Architekten, Bauleitern und ausführenden Firmen; Auftragserteilung laut von mir beigestellten Plänen).


4. Kostenaufstellung/Kalkulation (netto)

 

Beamerlösung:

 

ANMERKUNG: In diesem Kostenvoranschlag ist bereits EXTRA ein Beamer für die Kongresssituation (= kom­merzielle Nutzung) inkludiert. Dieser Kostenfaktor kann sich mit den bereits erfolgten Plänen der technischen Ausrüstung des Stadtsaals überschneiden – hier sind sowohl Synergieeffekte als auch Kosteneinsparungen möglich.

Geräte, Installation, Laptop, Software, Schulung… laut mir

vorliegendem Kostenvoranschlag:………………………………40.465,00

 

Farbe für Bühnenwand:

Sto Color Top, 30 Liter, EN ISO 2811, …………………..………267,00

 

 

Sonstige Gestehungskosten (Gebühren, Vertragserrichtungs­

kosten, Porti, Administration…): geschätzt ………………….3.000,00

 

Das Bemalen der Bühnenwand bitte ich durch den Schwazer

Bauhof vornehmen zu lassen.

 

Gesamtkosten: ……………………………………….....……………46.732,00

 

Verbleibender Betrag für die geplante flexible Kunstge-

staltung (abzüglich meines Honorars von Euro 3.000,00)…3.268,00

 

Somit ist zumindest für die nächsten drei Kunstgestaltungen der Bühnenwand des Stadtsaals bereits die Finanzierung gesichert. Nach Endabrechnung wird jeder auf die Euro 50.000,00 verbleibende Betrag von mir auf das durch den Schwazer Kulturausschuss eingerichtete Zweckkonto einbezahlt.

 

5. Referenzen

Siehe homepage: www.güni-noggler.com

 

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