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"Lore am Bichl" - Kunstprojekt für den "Lore Bichl-Kindergarten" Drucken E-Mail

Kunstprojekt

Lore Bichl-Kindergarten

 

„Lore am Bichl" - eingereicht am 10. April 2017

 

 

Einreicher:

Güni Noggler

Freundsberg 10a

6130 Schwaz

 

Tel.:     +43 (0)5242 74 168

Email:  g.noggler@aon.at

Web:   www.güni-noggler.com


 

Laut Auslobung vom 17. Februar 2017 werden unter Punkt 9) folgende Leistungen verlangt:

 

1.    Darstellung als Skizze, Ansicht, Malerei, Fotomontage, etc.

 

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Foto vom Modell

 

2.    Projektbeschreibung mit Angabe der verwendeten Materialien, des Materialfinish und des Gewichtes bzw. der Gewichtsverteilung bei skulpturaler Glasgestaltung

 

2.1.  Projektbeschreibung:

 

Mein Kunstprojekt „Lore am Bichl“ stellt eine artifizielle Symbiose aus Sprache, lokaler Schwazer Geschichte, pädagogisch – haptischen Anreizen und einer kindgerechten Verwendbarkeit dar.

 

Dazu wird von mir eine aus Robinienholz (Haltbarkeitsklasse 1, muss nicht imprägniert werden – Spielplatztauglichkeit) und druckimprägnierten Lärchenholz (bzw. entsprechendem Holzmaterial), Edelstahlrohr (ca. 50mm) und einer Hängematte hergestellte, künstlerisch interpretierte „Lore“ am vorgesehenen Hangteil (= Bichl“) als erlebnisorientiertes und bespielbares Kunstwerk installiert.

 

Der Name von Frau Prof. Lore Bichl (der gönnerhaften Namensgeberin des dem Kunstprojekt zugrunde liegenden Kindergartens) findet seine linguistische Repetition und semiotische Spiegelung in der sprachlichen Benennung meiner thematischen, künstlerischen Umsetzung. Die bewusst implementierte Doppeldeutigkeit des Begriffs „Lore“ verbindet dabei die Person der Gönnerin mit der Begrifflichkeit der Lore als ‚schienentauglichem Transportwagen für Abraumgut (Wikipedia)‘ und verweist damit in weiterer Folge auf die reiche Bergbaugeschichte der Stadt Schwaz. Den Kindern des „Lore Bichl-Kindergartens“ wird somit einerseits durch das Klettern und Spielen am Kunstwerk „Lore am Bichl“ ein körperliches und geistiges Erleben und damit ein permanentes Mitgestalten des Kunstwerks ermöglicht und anderer­seits ein – pädagogisch zu begleitender - kindgerechter Zugang für eine erste Ausei­nandersetzung mit der Geschichte von Schwaz, darüber hinaus aber auch mit der Arbeitswelt an sich, bis hin zu Fragen der Kinderarbeit (z.B. als „Säuberbuben“ und „Truhenläufer“ im Schwazer Bergwerk – sh. „Schwazer Bergbuch“) von der Vergan­genheit bis heute, eröffnet. Für diesen Bereich der Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt wird von mir (und dies ist ein zwingender Teil meines Kunstwerks) jährlich – nach Rücksprache mit dem Kindergartenpersonal – über fünf Jahre ein Halbtag mit und für die Kinder des „Lore-Bichl-Kindergartens“ zum Themenbereich Kinderarbeit, Kinderrechte, Demokratie, Solidarität und Gemeinwesen gestaltet.

 

Die Kinder und zukünftigen Erwachsenen sollen lernen sich weder von Ideologien, Religionen, Politikern und/oder Machthabern „Verschaukeln-zu-Lassen“.

 

Zudem wird durch meine „Lore am Bichl“ den Kindergartenkindern und sonstigen Parkbesuchern ein niederschwelliger Zugang zu einer künstlerischen Verfremdung eines –auch noch heute verwendeten – technischen Arbeitsgerätes ver­mittelt und eröffnet so unwillkürlich einen breiten Spannungsbogen zwischen Nutzen, Spiel, Ästhetik und kreativer Formensprache, sowie einen ersten Ansatz zur Abstraktion.

 

Die künstlerische „Verfremdung“ meiner „Lore am Bichl“ wurde von mir bewusst im Rahmen einer nahezu gewohnhaften Zuordenbarkeit des Erkennens gehalten, um in Weiterführung eine assoziative Annäherung und gedankliche Aneignung des Kunst­werks zu erreichen. Die Assoziationskette dazu wird im folgenden Narrativ aufge­zeigt: „Ein Spielgerät!“, „Ein Wagen!“, „Ein Kipper!“, „Ein Waggon!“, „Eine Lore!“, „Lore am Bichl!“

 

Das Bemalen und sonstige spielerische „Verändern“ meiner „Lore am Bichl“ ist mit ein gewollter, erwünschter Teil und soll den Kindern eine Möglichkeit zum eigen­verantwortlichen Gestalten ermöglichen.

 

Da es sich bei meinem Kunstwerk „Lore am Bichl“ um ein bewusst kindgerechtes Kunstwerk handelt, welches zudem in einem öffentlich zugänglichen Park vor dem Kindergarten platziert werden soll, will ich auf keinen Fall irgendwelche Politiker­reden und/oder Fotos mit herzigen Kindern als Beiwerk anlässlich der Übergabe haben, sondern lediglich eine formlose „Zur-Verfügung- Stellung“ an die Kindergar­tenkinder. Sollten irgendwelche PotentatInnen dennoch das unweigerliche Bedürfnis nach medialer Präsenz verspüren, seien sie auf die „Rathausinfo“ verwiesen.

 

2.2.  Materialien, Materialfinish:

 

Meine „Lore am Bichl“ besteht aus zwei querliegenden, die Räder symbolisie­renden Rundhölzern. Darauf wird ein, gleichfalls aus Rundhölzern bestehendes Podest montiert (sh. Modell). Holzart: heimisches Robinienholz, rundgedrechselt, geschliffen (sh. Anlage 1), sowie druckimprägniertes, heimisches Lärchenholz. Die beiden Aufhängungen für die Hängematte, welche die Kippmulde der „Lore am Bichl“ darstellt, werden aus Edelstahlrohr (ca. 50mm, nach statischer Berechnung) hergestellt.

Die dazwischen angebrachte Hängematte entspricht sämtlichen Anforderungen für Outdoor-Spielgeräte und ist ein österreichisches Qualitätsprodukt (sh. Anlage 2). Um meine „Lore am Bichl“ wird der Bodenbereich mit Fallschutzmatten Rot, 500 x 500 x 45 [Maße in mm]) ausgelegt (Fallhöhe: 150 cm) (sh. Anlage 3).

 

Ich bedanke mich für die Bereitschaft der Stadtgemeinde Schwaz ein Basisfunda­ment ohne technisches Potential (reine Betonplatte) herzustellen – dieses Angebot werde ich nach einer Rücksprache mit DI Gernot Kirchmair und Dr. Reinhard Prinz bei Erfordernis gerne annehmen.

 

2.3.  Gewicht:

 

Gesamtgewicht („Lore am Bichl“): ~ 200 kg

 

 

 

3.    Realisierungsplan:

 

Die Umsetzung und Realisierung meines Kunstwerks erfolgt spätestens bis zum vereinbarten Termin (Ende Sommer 2017). Die Inanspruchnahme der Erstellung eines Basisfundaments durch die Stadtgemeinde Schwaz wird bis Juni 2017 von mir schrift­lich/per Email bekannt gegeben. Sämtliche Holz-, Schweiß- und Montagearbeiten wer­den unter meiner Anleitung durch Fachkräfte (unter meiner Mithilfe als „Handlanger“ und künstlerisch Verantwortlichem) durchgeführt. Soweit als möglich werden Teile in der Werkstatt vorgefertigt, um vor Ort eine rasche Montage zu ermög­lichen. Bei Erfordernis wird meine „Lore am Bichl“ mit dem Basisfundament verschraubt.

 

 

 

4.    Kostenaufstellung bzw. Kalkulation:

 

Material/Dienstleistung

Betrag

Anmerkung

Robinienholz, gerundet, geschliffen – Fa. Negerholz

1.000,00

laut tel. Auskunft

Lärchenrundlinge – Fa. Negerholz

700,00

laut tel. Auskunft

Sammeltransport Holz – Spedition Weiss, geschätzt

400,00

laut Telefonat

Hängematte, TUV-geprüft, spielplatztauglich, mit Aufhängeteilen – Fa. Haanl Gmbh

659,80

laut Kostenvoranschlag

Zustellung Hängematte - geschätzt

120,00

 

Kleinmaterialien (Schrauben, Muttern, Betondübel, Kleber, Schutzkappen, Bohrer, Fräser etc.) geschätzt

1.500,00

 

Edelstahlrohr 50 mm, ca. 14 lfm. - geschätzt

1.000,00

laut Telefonat

Schweißarbeiten, Werkstattmiete, Transport, Honorare für Fremdleistungen  …- geschätzt

5.000,00

nach Rücksprache mit div. Fachkräften

Fallschutzmatten 35 Stück

1.120,00

laut Kostenvoranschlag

sonstige Kosten

500,00

 

Zwischensumme:

11.999,80

+ 20 % USt

2.399,96

kalkulierte Gestehungskosten

14.399,78

 

 

 

5.    Modell (beigefügt)

 


 

Anlage 1

 

Robinienholz – Fachbeschreibung (Fa. Negerholz, Krems)

 

Unter den europäischen Holzarten nimmt das Robinienholz aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit gegen abiotische und biotische Einflüsse eine Sonderstellung ein. In der Norm DIN-EN 350-2 sind die Holzarten nach ihrer Resistenz in Klassen eingeteilt (siehe Tabelle). Die Robinie ist die einzige in Europa kultivierte Holzart in der Resistenzklasse 1. Robinienholz kann demnach ohne Imprägnierung überall im Außenbereich eingesetzt werden und ist dadurch eine sinnvolle Alternative zum Tropenholz.

 

Unter hiesigen Witterungsverhältnissen erliegt das Holz der Pappel nach 2 Jahren, der Buche nach 3-5, der Esche nach 7, der Lärche nach 10 und das der Eiche nach 12-15 Jahren der Fäulnis. Das Robinienholz ist diesen Hölzern diesbezüglich weit überlegen. Es steht selbst bei schlechter Qualität im Durchschnitt mindestens 20 Jahre im Boden. (nach GÖHRE 1952)

Aufgrund umfangreicher Untersuchungen wurde die Lebensdauer von Pfählen, Masten und Konstruktionsteilen aus Robinie wie folgt festgelegt (MOLNAR 1988): -im Freien, bei Erdberührung15-30 Jahre-im Freien, ohne Erdberührung 60-80 Jahre-unter Wasser 500 Jahre-im Trockenen 500-1000 Jahre

 

 

Anlage 2

 

Kostenvoranschlag Fa. Haanl GmbH, Wien

 

Sehr geehrter Herr Noggler

 

wir danken für Ihre Anfrage und bieten an wie folgt:

 

1 Stk. Hängematte mit Gurtgeflecht PES stahlarmiert 120cm oder 150cm lang, Breite 100cm, mit Holzbügel, Trageseil+Kette € 560,00

 

2 Stk. Kardanschaukellager Niro mit Bolzen M16 € 49,90/Stk

 

ab Werk

Preise exkl. MWST

Angebot vier Wochen gültig, Irrtum vorbehalten

Lieferzeit ca. zwei Wochen vorbehaltlich Zwischenverkauf

 

Wie telefonisch besprochen, bei Bestellung bitte um Bekanntgabe des lichten Abstandes zwischen den Aufhängepunkten, damit man die Hängematte dementsprechend dimensionieren kann.

  

Mit freundlichen Grüßen

 

Mario Knezevic

 

HAANL GmbH

Seile – Netze

Brünnerstraße 82

A-1210 Wien

Tel: 0043/1/2921296-0  FAX -9

www.haanl.at

http://www.haanl.at/wp-content/uploads/2014/04/H%C3%A4ngematte-Gurt-Stahl-blau.jpg

Foto Haanl GmbH, Hängematte (Musterbild)

 

 

Anlage 3

 

Kostenvoranschlag Fa. Spielplatzbau – Moser, Bad Sauerbrunn

 

Es werden Fallschutzmatten vom Typ FS-45/Rot zur Verwendung kommen. Insgesamt ca. 35 Stück:

35 x 32,00 = 1.120,00 €.