Start Denkmalschutz für EKZ "Stadtgalerien", Schwaz
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Im Wort „Denkmal“ steckt neben der gewohnten Bedeutung auch der „verborgene“ Imperativ “denk mal!“ – und dies impliziert für mich den Auftrag nicht nur „Altes“ zu bewahren, sondern auch „Neues“ zu schützen.

 

... und dieses "Neue" stellt für mich gegenwärtig das neu errichtete Einkaufszentrum "Stadtgalerien" mitsamt dem neuen Stadtssal "SZentrum" dar. Die insgesamte Vorgangsweise, wie es im Kerngebiet der Stadt Schwaz von der ehemaligen "Tabakfabrik" (öffentliches Gut, nie Verluste eingefahren, generationsübegreifende Arbeitsplätze für viele SchwazerInnen, historisch vorbildliche Sozialleistungen - Betriebswohnungen, Kindergarten... ) zu einem Einkaufszentrum in Privathand kommen konnte (Bebauungspläne, Verkehrskonzept, politische Verantwortung, Ausschreibungen, Architekturbewerbe, verdichtete Bauweise, Raumordnungskonzepte udglm.), verlangt nach einer nachhaltigen sprachlichen und wohl auch künstlerischen Auseinandersetzung.

 


Hier mein Beitrag dazu:

 


Stadt Schwaz
Gemeinderat
Franz-Josef-Straße 2
6130 Schwaz
 

 

Antrag auf Unter-Denkmalschutz-Stellung des gesamten Areals des neuen Einkaufszentrums „Stadtgalerien“, inklusive des Gesamtbereichs des neuen Schwazer Stadtsaales „SZentrum“



Sehr geehrte Damen und Herren!
 
Dieser Antrag geht zeitgleich an das Land Tirol, Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Kultur, Leopoldstraße 3 / 4. OG, 6020 Innsbruck.

Begründung für meinen Antrag:

  • Im Wort „Denkmal“ steckt neben der gewohnten Bedeutung auch der „verborgene“ Imperativ “denk mal!“.
  • Daraus ergeben sich mit und aus der gesamten Vorgeschichte dieser monumentalen, städtebaulichen Substanz die nunmehr innewohnenden Möglichkeiten einer nachhaltigen Aufarbeitung und zukunftsbezogenen Analyse.
  • Dieses Unter-Denkmalschutz-Stellen soll zum einen dokumentarisch für die nachfolgenden Generationen belegen, wie es dazu kommen konnte, dass öffentliches Gut in unserem Stadtzentrum letztendlich an eine Privatperson veräußert wurde und wie daraus resultierend eine nachhaltige, zukünftige urbane Ent­wicklung im Zentrum unserer Gemeinde aussehen könnte.
  • Zum Zweiten soll durch den Denkmalschutz nicht nur die Bausubstanz erhalten, sondern auch begleitend wissenschaftlich dokumentiert werden, wie Raumordnungskonzepte, Verkehrskonzepte, Fragen einer „verdichteten Bauweise“, politische Verantwortlichkeiten, Rechtsfragen, Machbarkeits­studien, Vergaberichtlinien, behördliche Instanzenwege, BürgerInnenbe­teiligung etc. zum Status quo geführt haben.
  • Die Unter-Denkmalschutz-Stellung des gesamten Areals des neuen Einkaufs­zentrums „Stadtgalerien“, inklusive des Gesamtbereichs des neuen Schwazer Stadtsaales „SZentrum“ garantiert eine permanente Erhaltung des momen­tanen baulichen Ist-Zustandes und gewährleistet so für unsere zukünftigen Schwazerinnen und Schwazer eine äußerst anschauliche und nachhaltige Auseinandersetzung mit sämtlichen Aspekten einer lebendigen, urbanen Gestaltung des unmittelbaren Zentrums unserer Heimatstadt.
  • Gerade in letzter Zeit hat sich deutlich gezeigt, wie wichtig gerade im Bereich Denkmalschutz eine klare Zuteilung der Kompetenzen die Nachhaltigkeit vor dem politischen Alltagsgeschäft schützt. Dass somit die denkmalschützerische Verantwortlichkeit im Bereich des Amtes der Tiroler Landesregierung liegt und nicht in der Zuständigkeit unserer städtischen Verwaltung, entbindet unsere Gemeinde von zusätzlichem administrativen Aufwand und der Auseinander­setzung mit eventuellen Einzelinteressen.
  • Um dieses „miteinander Lernen“ auf dauerhafte Weise tatsächlich zu sichern ist ein derartiges „DENK-MAL“ wohl von unschätzbarem Wert. So wie das „Gschlössl“ symbolisch für so manchen historischen Werdegang steht, so zeigt das Einkaufszentrum „Stadtgalerien“ mitsamt dem Stadtsaal „SZentrum“ deutlich die momentanen Weichenstellungen und Zielsetzungen in unserer Heimatgemeinde auf.

Aus diesen Gründen ersuche ich um eine wohlwollende Beurteilung meines Antrags und freue mich schon auf unser neues, urbanes „Denkmal“.

Abschließend bitte ich Sie höflichst um laufende Verfahrensinformationen über meinen Antrag.

In der Beilage erhalten Sie auch den Antrag den ich an das Amt der Tiroler Landes­regierung gestellt habe.

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Güni Noggler
 

Beilage
Verteiler
Email per PDF

 

Folgendes Antwortschreiben von der Satdtgemeinde Schwaz (Bürgermeister Hans Lintner) erhielt ich am 5. Juli 2012:

 

 

Einen nahezu gleichlautenden Antrag schickte ich am 2. Juli 2012 an die Tiroler Landesregierung, Kulturabteilung. Am 9. Juli 2012 erhielt ich folgendes Antwort-Email:

 

 

 

Am 9. Juli 2012 erging mein Antrag per Post an das Bundesdenkmalamt in Innsbruck,

 

Am 16. Juli 2012 erhielt ich folgendes Antwortschreiben durch das Bundesdenkmalamt

 

 

to be continued...

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