Start Antrag an den Schwazer Gemeinderat
Anträge an den Schwazer Gemeinderat Drucken E-Mail

Im September 2011 schickte ich nachfolgendes Schreiben an die ÖVP, die SPÖ und die IGLS in Schwaz:

 

 

An

die Stadträtinnen und Stadträte,

die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte,

die politischen Fraktionen,

den Herrn Bürgermeister

der

Stadtgemeinde Schwaz

 

 

Ansuchen

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

 

Hiermit stelle ich folgende Anträge an den Schwazer Gemeinderat mit der Bitte um eine positive Bearbeitung:

 

1. Abänderung des Straßennamens „Paulinumweg“ in „Josef-Brettauer-Weg“

 


Ich finde es äußerst bedrückend und für die Opfer unzumutbar, dass nach wie vor ein Weg in Schwaz nach einer Institution benannt ist, in der nachweislich und zugegebenermaßen Schüler missbraucht wurden. Ich stelle daher den Antrag, diesen Weg umzubenennen. Um nicht nur Kritik zu üben, sondern auch eine akzeptable Lösung anzubieten, schlage ich vor, diesen Weg nach dem Schwazer Widerstandskämpfer Josef Brettauer zu benennen. Dies erscheint mir um so sinnvoller, da es bisher –trotz mehrmaliger Anläufeleider nicht möglich war, eine derartige Ehrenbezeigung für Max Bär, einen weiteren Schwazer Widerstandskämpfer, zu bewerkstelligen.

 

2. Neuer Standort für die Gedenktafeln unserer Widerstandskämpfer und damit verbunden ein Transfer der marmornen Siegertafeln des Radrennens „Altstadtradkriterium“

 

An der Hausfront der Hand-Sachs-Volksschule, direkt zur Franz-Josef-Straße, hängen zwei marmorne Tafeln, auf denen die jeweiligen Sieger des Radrennens „Altstadtradkriterium“ eingemeißelt sind.

  altaltalt                   

Für die Bildung unserer Kinder, aber auch für die BesucherInnen der Bibliothek, der Altstadt, für alle SchwazerInnen und Schwazer und unsere Gäste erscheint es mir von größter Wichtigkeit, dass besonders an einer derart gut sichtbaren Stelle eines öffentlichen Gebäudes zu aller erst an bedeutsame historische Persönlichkeiten gedacht wird und erst in weiterer Folge an Sieger von sportlichen Veranstaltungen.

Ich stelle daher den Antrag, die beiden Tafeln die an unsere Widerstands­kämpfer erinnern an jener Stelle der Hausfassade der Hans-Sachs-Volksschule zu befestigen, an der sich momentan die Erinnerungstafeln der „Altstadtradkriteriumsieger“ befinden.

Für die Erinnerungstafeln der Sieger der Radrennen wird sich sicherlich ein adäquater Platz an der Fassade des neuen Einkaufszentrums in der Wopfnerstraße, oder vielleicht noch besser, an der Geschäftsfassade eines Radsportgeschäfts finden lassen.

 

Gerne stehe ich Ihnen nach vorheriger Rücksprache für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

 

Ich freue mich schon auf Ihre Antwort.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Güni Noggler

 

Ich erhielt von keiner Partei irgendeine Reaktion. Am 19. Oktober 2011 erschien folgender Artikel im Schwazer Bezirksblatt:

alt

 

Im Dezember 2011 schickte ich sowohl an die SPÖ schwaz, als auch an die IGLS einen weiteren Brief.

Am 14. Dezember erhielt ich folgendes Schreiben durch den Stadtamtsleiter der Stadt Schwaz:

 

alt

 

Hierauf antwortete ich am 15. Dezember 2011:

 

 

Stadt Schwaz

Stal. Mag. Christoph Holzer

Franz-Josef-Straße 2

6130 Schwaz

 

hr Brief vom 14. Dezember 2011

 

 

Sehr geehrter Herr Stadtamtsleiter Mag. Holzer,

lieber Christoph!

 

Danke für dein Schreiben vom 14. Dezember 2011.

 

Ich gehe von einer „administrativen Vereinfachung“ aus, möchte jedoch prophylaktisch festhalten, dass es in meinem Anliegen NICHT NUR um einen „verbesserten Auftritt der `Brettauer-Gedenktafel`“ geht, sondern generell und speziell um die würdevolle Präsentation der Gedenktafeln unserer bisher gewürdigten Widerstandskämpfer MAX BÄR und JOSEF BRETTAUER an der Franz-Josef-Straßen-Seitigen Fassade der Hans-Sachs-Volksschule.

 

Darüber hinaus gilt mein Anliegen auch allen bisher unbekannten und ungewürdigten WiderstandskämpferInnen.

 

Ich bitte dich dem Kulturamt/Kulturausschuss den vollständigen Inhalt meines Anliegens zur Beratung zu zuweisen.

 

Mit den besten Wünschen für die bevorstehenden Feiertage und das kommende Jahr verbleibe ich mit

 

freundlichen Grüßen

 

 

Güni Noggler

 

Verteiler

 

am 20. februar 2012 erhielt ich folgende antwort von STR Hermann Weratschnig (IGLS) per email:

 

 

zum besseren lesen:

 

 

Sehr geehrter Herr Noggler,

lieber Güni,

 

folgendes möchten wir Dir zu deinem Brief als Antwort übermitteln:

 

Die IgLS haben deinem Anliegen gemäß den Bürgermeister aufgefordert die Gedenktafeln am Eingang Stadtpark besser auszuleuchten und besser zu platzieren. Den Platz halten wir aber für angemessen, zentral und passend. Dem Vorschlag des Bürgermeisters den WiderstandskämpferInnen eine Arkade als Gedenken anfertigen zu lassen und zu widmen,  können wir nicht Folge leisten. Für die IgLS haben die WiderstandskämpferInnen im sakralen Raum keine ideale Platzierung. Für den Eingang zum Park haben wir  derzeit noch keine bessere Alternative gefunden. Die Tafel der RadsportlerInnen am  Schulgebäude sehe ich in keinster Weise als Konkurrenz zu anderen Gedenktafeln.

 

Zum Paulinum ist festzuhalten, dass es Aufgabe der Diözese ist Aufklärungsarbeit zu leisten, welche Vorfälle es gegeben hat und Transparenz ins Dunkle zu bringen

Ich halte aber nichts davon einen Weg umzubenennen. Das Paulinum nimmt in vielerlei Hinsicht gesellschaftliche Verantwortung wahr und erfüllt den Bildungsauftrag in der derzeitigen neuen Struktur bestens. Für die historische Analyse macht Horst Schreiber über die Internate Tirols Aufklärungsarbeit. Das Buch ist zu empfehlen und habe ich auch auszugsweise gelesen. Nichts darf vergessen werden und Schuldfragen müssen aufgearbeitet werden in einem notwendigen historischen Kontext. Die Lasten der Geschichten wiegen schwer und Bewusstseinsarbeit steht auf der Tagesordnung.

Diese Aufgabe ist aber nicht  durch die Umbenennung einer Zufahrtsstraße gewährleistet?! Eine Umbenennung des Weges würden wir nicht als Zeichen einer gelebten Vergangenheitsbewältigung sehen.

 

Für die IgLS

STR Hermann Weratschnig, BA

 

Mit freundlichen Grüßen

StR Hermann Weratschnig, BA

 

Anton Öfnerstr.20A, 6130 Schwaz

mobil: +43/699/15016282

Fax: +43/5242/65000-99

 

 

da ich auch von der stadtgemeinde schwaz, respektive dem kulturamt/kulturausschuss bis dato (nach über einem halben jahr) keinerlei reaktion erhalten habe, sandte ich mit 26. juni 2012 folgende urgenz an den stadtamtsleiter mag. christoph holzer:

 

 

 

Güni Noggler

Freundsberg 10a

6130 Schwaz, am 26. Juni 2012

 

 

Stadt Schwaz

Stal. Mag. Christoph Holzer

Franz-Josef-Straße 2

6130 Schwaz

 

 

Ihr Brief vom 14. Dezember 2011, Urgenz

 

 

Sehr geehrter Herr Stadtamtsleiter Mag. Holzer,

lieber Christoph!

 

Nochmals  herzlichen Dank für dein Schreiben vom 14. Dezember 2011, mit dem du mir mitteiltest, dass mein Anliegen bereits dem Kulturamt/Kulturausschuss zugeteilt wurde, und dass mir dann über das Ergebnis berichtet werden darf.

 

Nunmehr ist über ein halbes Jahr vergangen und ich habe bis dato weder einen Ergebnisbericht, noch eine sonstige Kontaktierung meinerseits durch das Kulturamt/ den Kulturausschuss in dieser Angelegenheit erhalten.

 

Ich bitte dich um eine kurze Erläuterungohne in laufende Beratungen oder gar der Amtsverschwiegenheit unterfallende Bereiche eingreifen zu wollen - des mittlerweile erfolgten Ablaufes.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Güni Noggler

 

Verteiler

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Die Antwort erfolgte am 06.07.2012, durch den Leiter des Kultur-, Jugend-, und Famielienamtes, Dr. Reinhard Prinz

 

alt

 

 

 

Güni Noggler

Freundsberg 10 a

6130 Schwaz, im Juli 2015

 

Tel.: 05242 74 168

Email: g.noggler@aon.at

 

 

 

Stadt Schwaz

Dr. Reinhard Prinz

Franz-Josef-Straße 2

6130 Schwaz

 

 

 

Würdevolle Präsentation der Gedenktafeln unserer WiderstandskämpferInnen

Urgenz

 

 

Sehr geehrter Herr Dr. Prinz!

Lieber Reinhard!

 

Im April 2011 wurde von mir u.a. ein Antrag an den Stadtrat, den Gemeinderat, den Bürgermeister sowie an sämtliche im Gemeinderat vertretenen politischen Fraktionen folgenden Inhalts eingebracht:

 

Neuer Standort für die Gedenktafeln unserer Widerstandskämpfer und damit verbunden ein Transfer der marmornen Siegertafeln des Radrennens „Altstadtradkriterium“

An der Hausfront der Hand-Sachs-Volksschule, direkt zur Franz-Josef-Straße, hängen zwei marmorne Tafeln, auf denen die jeweiligen Sieger des Radrennens „Altstadtradkriterium“ eingemeißelt sind. Siehe Bild: (siehe Antrag weiter oben)

Für die Bildung unserer Kinder, aber auch für die BesucherInnen der Bibliothek, der Altstadt, für alle SchwazerInnen und Schwazer und unsere Gäste erscheint es mir von größter Wichtigkeit, dass besonders an einer derart gut sichtbaren Stelle eines öffentlichen Gebäudes zu aller erst an bedeutsame historische Persönlichkeiten gedacht wird und erst in weiterer Folge an Sieger von sportlichen Veranstaltungen.

Ich stelle daher den Antrag, die beiden Tafeln die an unsere Widerstands­kämpfer erinnern an jener Stelle der Hausfassade der Hans-Sachs-Volksschule zu befestigen, an der sich momentan die Erinnerungstafeln der „Altstadtradkriteriumsieger“ befinden.

Für die Erinnerungstafeln der Sieger der Radrennen wird sich sicherlich ein adäquater Platz an der Fassade des neuen Einkaufszentrums in der Wopfnerstrasse, oder vielleicht noch besser, an der Geschäftsfassade eines Radsportgeschäfts finden lassen.

 

Nach Urgenzen meinerseits wurde mir vom Stadtamtsleiter Mag. Christoph Holzer  mit Brief vom 14. Dezember 2011 mitgeteilt:

 

(Zitat) „Dein Anliegen betreffend den verbesserten Auftritt der „Brettauer-Gedenk­tafel“ wurde dem Kulturamt/Kulturausschuss zur Beratung zugewiesen. Über das Ergebnis darf Dir sodann berichtet werden.“

 

Datiert mit 6. Juli 2012 erhielt ich folgenden Brief von dir:

 

(Zitat) „… seit deinem Schreiben ist im Stadtrat und wiederholt darüber hinaus über die würdevolle Präsentation von Widerstandskämpfern und anderen sehr verdienten Schwazer Persönlichkeiten gesprochen worden. Es wurden von Angehörigen auch andere Formen der Würdigung vorgeschlagen. Aus all dem hat sich nun ein wesentlich umfassenderer Prozess entwickelt, der in der kommenden Sitzung des Kulturausschusses, voraussichtlich im September, nochmals besprochen wird und anschließend noch einmal den entscheidenden Gremien vorgelegt werden wird. Ich danke für deine Geduld in dieser Angelegenheit und melde mich bei dir nach diesen Beratungen.“

 

Bis heute (8. Juli 2015) erhielt ich keinerlei neue Informationen. Meine Bitten und Anträge daher:

1)    Die beiden bisherigen Gedenktafeln von MAX BÄR und JOSEF BRETTAUER (diese gibt es ja bereits!) am Eingang zum alten Friedhof (bei der Pfarrkirche) abzumontieren und an der Hans-Sachs-Volksschule an der Fassade anstelle der Siegertafeln des Altstadtkriterium - Radrennens anzubringen.

2)    Weiters bitte ich um möglichst detaillierte, schriftliche Informationen zum bisherigen Prozedere betreffend meinen Antrag vom April 2011 (mit welchem Datum wurde mein Antrag erstmalig vom Kulturausschuss behandelt, mit welchem Ergebnis; wie sah die weitere Vorgangsweise aus; Ergebnisse …).

3)    Gerne bin ich bereit das Abmontieren der beiden Gedenktafel und deren Neuanbringung an der Fassade der Volksschule in Eigenregie bis September 2015 durch zu führen. Ich bitte um diesbezügliche schriftliche Zu- bzw. Absage bis spätestens 10. August 2015.

 

Ich ersuche dieses Schreiben auch an die zuständigen Ausschüsse im Gemeinderat bzw. an den Stadtrat weiter zu leiten. Die vollständige Korrespondenz ist auf meiner homepage nach zu lesen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Güni Noggler                                                                                             Verteiler/PDF/Email/homepage

 

am 19. Juli erschien folgender artikel in der "Tiroler Tageszeitung":

 

alt

 

Meine  NEUERLICHE Urgenz vom 26. August 2015

 

Von:Güni Noggler [mailto:g.noggler@aon.at]
Gesendet: Mittwoch, 26. August 2015 08:20
An: Stadtamt Schwaz
Betreff: gedenktafeln widerstandskämpferInnen

 

sehr geehrter herr bürgermeister!

lieber hans!

 

am 8. juli habe ich ein urgenzschreiben an die kulturabteilung gerichtet, mit der bitte um umsetzung und beantwortung der seit mehreren jahren von mir aufgeworfenen  fragen und  versuchten lösungsvorschläge zur thematik der gedenktafeln für unsere widerstandskämpferInnen. bis dato habe ich wiederum keinerlei rückmeldung erhalten. nun drängt aber ein wenig die zeit, da ich folgenden vorschlag im schreiben vom 8. juli unterbreitet habe:

 

Gerne bin ich bereit das Abmontieren der beiden Gedenktafel und deren Neuanbringung an der Fassade der Volksschule in Eigenregie bis September 2015 durch zu führen. Ich bitte um diesbezügliche schriftliche Zu- bzw. Absage bis spätestens 10. August 2015.

 

um unnötige missverständnisse zu vermeiden, bitte ich dich mir auf kurzem wege per email mitzuteilen, ob ich unverzüglich mit diesen arbeiten beginnen kann (verschiedene freunde, bekannte und medienvertreterInnen müssen nämlich vorab wegen mithilfe, bzw. berichterstattung von mir informiert werden).

 

mit freundlichen grüssen

 

güni noggler

freundsberg 10a

A – 6130 schwaz

austria

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0043 (0)5242 74 168

www.güni-noggler.com

g.noggler@aon.at

 

 

Antwort des Bürgermeisters, Mittwoch 26. August 2015

 

 

Lieber Güni,

 

dein Schreiben an die Stadtgemeinde wurde mir von unserem Kulturreferenten Martin Schwarz übermittelt und ich habe dazu einen Aktenvermerk an den Kulturausschuss verfasst  und eine Aussage gegenüber Medienvertretern getätigt.

 

Der Ort, an dem die beiden Gedenktafeln für die Widerstandskämpfer gegen die Nazi-Diktatur angebracht wurden, ist vor mehr als 20 Jahren in meiner Zeit als Kulturreferent von den damaligen Initiatoren mit der Absicht gewählt worden, dass dieser Ort der Erinnerung nicht innerhalb des sakralen Raums des ehemaligen Friedhofs entstehen sollte.

 

In der Zwischenzeit haben wir in diesem Jahr eine Stele, die an das Lager Oradour erinnert, an der Alten Landstraße an der Gemeindegrenze zu Gallzein errichtet und in einer würdevollen Feier der Schülerinnen und Schülern der NMS Schwaz und Vertretern der Französischen und Amerikanischen Botschaften präsentiert.

 

Mein Vorschlag an den Kulturausschuss, der im September tagen wird, geht dahin, einen Ort der Erinnerung für den Widerstand gegen Terror und Gewalt in Schwaz zu schaffen.

 

Der Gemeinderat wird sich in weiterer Folge mit den Anträgen des Kulturausschusses befassen.

 

Eine Demontage der Tafeln ist deshalb derzeit nicht sinnvoll.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr. Hans Lintner

Bürgermeister

___________________________________________________

Stadtgemeinde Schwaz

Franz-Josef-Str. 2

6130 Schwaz

 

Tel.: 05242 / 69 60 - 210

Fax: 05242 / 69 60 – 213

www.schwaz.at

 

 

 

 

 

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